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Datenanalyse

Was in keinem einzelnen Dokument steht.

Ob ein Unternehmen zahlungsunfähig war, seit wann, wer davon wusste und wohin das Geld ging, steht selten in einem einzigen Schriftstück. Es ergibt sich aus Buchhaltung, Kontoauszügen und Korrespondenz zusammen. Wir führen diese Quellen zusammen, werten sie statistisch und inhaltlich aus und belegen jedes Ergebnis.

Zahlungsfähigkeit

Seit wann reichte das Geld nicht mehr?

Für jeden Stichtag stellen wir die verfügbaren Mittel den fälligen Verbindlichkeiten gegenüber – auch bei sehr großen, komplexen oder „kaputten“ Buchhaltungen. Daraus wird sichtbar, ab wann eine Lücke entstand, wie groß sie war und ob sie sich wieder schloss.

  • Zahlungsunfähigkeitsanalyse (ZU) mit Liquiditätsbilanz je Stichtag
  • Solvenz-Test und Kennzahlenanalyse
  • Cash-Flow-Analyse, Mittelabflüsse
  • Analyse von Buchhaltung und Jahresabschlüssen

Zum Hintergrund: Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein Schuldner in der Regel zahlungsunfähig, wenn er eine Liquiditätslücke von 10 % oder mehr nicht innerhalb von drei Wochen schließen kann (BGH, Urteil vom 24.05.2005 – IX ZR 123/04). Die Auswertung liefert die Zahlen dafür; die rechtliche Würdigung bleibt bei Ihnen.

Liquiditätsanalyse Muster GmbHje Monat
verfügbare Mittelfällige VerbindlichkeitenLücke dauerhaft > 10 %Beispieldaten

Korrespondenz

Wann kippte der Ton – und welche Tage fallen aus dem Rahmen?

Zehntausende Mails liest niemand vollständig. Zwei statistische Verfahren zeigen, wo es sich lohnt: die Stimmungslage über die Zeit und die Tage, an denen ungewöhnlich über bestimmte Themen geschrieben wurde.

Stimmungslage Mailbestandje Woche
Wert je Wochegleitendes Mitteleinzelne TageBeispieldaten

Sentiment-Analyse

Jedes Wort der Korrespondenz wird als positiv oder negativ bewertet. Über Wochen gemittelt zeigt sich, wann aus Routine Mahnungen, Ausflüchte und Drohungen wurden – und zu welchen Tagen man die Schreiben lesen sollte.

Hauptkomponentenanalyse 1. Dimensionje Tag
EffektstärkeZufallsniveauauffälliger Tag (p < 0,01)Beispieldaten

Hauptkomponentenanalyse (PCA)

Aus den Treffern aller Suchbegriffe je Tag werden die Hauptrichtungen bestimmt. Jeder Tag wird mit Hunderten zufällig gemischter Datensätze verglichen – gleiche Begriffe, gleiche Mengen, nur anders verteilt. Was der Zufall nicht erklärt, wird markiert, mit Effektstärke und den Begriffen, die den Tag tragen.

Netzwerke und Prüfung

Wer kennt wen?

Absender, Empfänger und Kopien ergeben ein Geflecht. Darin fallen Verbindungen auf, die es nach Aktenlage nicht geben sollte: eine Mittelsperson zwischen Geschäftsführung und einem bevorzugten Gläubiger, Kontakte kurz vor auffälligen Zahlungen, Kreise, die nur zu bestimmten Zeiten miteinander schreiben.

  • Betrugs- und Untreueprüfungen (Fraud Auditing, Fraud Detection)
  • Bestechlichkeits- und Korruptionsprüfungen
  • Asset-Tracing: Wohin sind Vermögenswerte geflossen?
  • Interne Revision und statistische Evidenznachweise
  • Kommunikationsanalysen
Kommunikationsnetz MailbestandBeispiel
UnternehmenBank, GläubigerUmfeldauffällige Verbindung

Methode

Nachvollziehbar statt Blackbox

Ergebnisse, die vor Gericht bestehen sollen, müssen sich erklären lassen. Deshalb arbeiten wir mit eigener, selbst entwickelter Software und mit Verfahren, deren Grenzen wir benennen.

Jede Zahl hat eine Quelle

Jeder Wert führt zurück auf die Buchungen, Dokumente oder Mails, aus denen er stammt – ein Klick vom Diagramm zum Beleg.

Jede Aussage nennt ihre Methode

Der Bericht beschreibt das Verfahren und sagt auch, wie viele Auffälligkeiten schon durch Zufall zu erwarten wären.

Daten bleiben im Haus

Ausgewertet wird auf eigenen Servern in unseren Geschäftsräumen, ohne Cloud- oder KI-Dienste Dritter.

  • Auswertung von Verfahrensdaten
  • Data-Mining für das Controlling
  • Prozessoptimierung
  • 3D-Ergebnisdarstellungen

Kontakt

Lassen Sie uns reden.

Schildern Sie uns Ihre Frage – wir sagen Ihnen, welche Daten wir brauchen und wie wir vorgehen würden.